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Die falsche Wahrheit

„Die falsche Wahrheit“ ist eine Übung zur Ideation, aus der konkrete Ideen hervorgehen. Hierbei wird kritisches Denken gefördert und Disruption getriggert. Wie du die Methode vorbereitest und anwendest, erfährst du hier.

Überblick

Ziel: Perspektivwechsel und Ideenentwicklung

Team: kleinere Teams von 3 – 5 Personen, davon können auch mehrere parallel arbeiten

Dauer: ca. 60 Minuten

Material: Flipcharts, Ideentemplates, Stifte

Geeignet für

„Die falsche Wahrheit“ ist ideal für die Ideenentwicklung in Kreativworkshops oder strategische Diskussionen, bei denen das Ziel darin besteht, neue Perspektiven zu gewinnen und echte Innovation zu fördern.

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Die Methode

Die Methode „Die falsche Wahrheit“ ist eine strategische Übung mit kreativem Hebel. Sie regt kritisches Denken an und eignet sich sowohl für die Schaffung von kreativen Sprungbrettern und frühe Ideen als auch für Ideation zu einem späteren Zeitpunkt im Kreativprozess.

„Die falsche Wahrheit“ ist ein kreativer Ansatz, der darauf abzielt, etablierte Annahmen und Konventionen in Frage zu stellen, die sich als falsch oder irreführend erweisen könnten. Oftmals basieren Innovationen auf dem Bruch mit solchen vermeintlichen „Wahrheiten“. Das schafft Raum für neue Ideen und Lösungen.

Die Methode eignet sich besonders für Teams, die nach frischen Ansätzen und echten Veränderungen streben. Durch das Aufdecken und Infragestellen von verbreiteten Annahmen können Teilnehmer:innen neue Perspektiven gewinnen und innovative Lösungen entwickeln.

Darstellung des Businessmodell Canvas

Ideentemplate „die falsche Wahrheit“

Vorbereitung

Auch eine einfache Übung benötigt eine kleine Vorbereitung: Sorge für eine kreative und angenehme Atmosphäre. Benötigt wird ein Raum, der genügend Platz bietet, um die Ideen im Plenum zu sammeln und ein Flipchart für jedes Team. Lege Stifte und Ideentemplates bereit. Um einem Energietief entgegenzuwirken, starte die Übung mir einem Kaffee oder Tee, ein paar gesunden Snacks und ggf. einem sog. Energizer. Zum Start müssen sich die Teilnehmer:innen in kleinen Gruppen zusammen finden. Hierbei ist Heterogenität von Vorteil.

In den nächsten 45-60 Minuten werden festgefahrene Konventionen durchbrochen, die Unwahrheiten identifiziert und daraus erste Ideen entwickelt. Üblicherweise wird diese Übung von einem Facilitator geleitet, der dafür sorgt, das Ideen sprudeln und alle zu Wort kommen. Viel Spaß!

Business Model Canvas ausfüllen in fünf Schritten


1. „False Truths“ sammeln

Der erste Schritt dieser Übung besteht darin, gemeinsam als Gruppe allgemeingültige Annahmen und Konventionen zu identifizieren, die aber in Wahrheit auch gebrochen werden können. Diese Inhalte werden als „false truths“ bezeichnet. 

Aufgabe jedes Teams ist es, innerhalb von 15 Minuten erst einmal alles zu sammeln, was an Annahmen und vermeintlichen Regeln in der Kategorie besteht. Dies kann als Diskussion erfolgen. Der Facilitator schreibt jeden geäußerten Punkt auf ein eigenes Post-it und hängt diese sichtbar für alle an eine Wand oder Metaplanwand. 

2. Ideen generieren

Schritt 1 ist geschafft. Im zweiten Schritt sucht sich jedes Team einen Inhalt aus, der ihrer Meinung nach die bedeutendste oder interessanteste Konvention ist. Dafür kann eine geführte Diskussion genutzt werden oder bei Uneinigkeit ein Dot Voting.

Für die ausgewählte Herausforderung werden jetzt Ideen generiert, nach dem Motto „Was wäre wenn, diese Regel bzw. Konvention nicht existiert?“ In 10 – 15 Minuten sammelt erst einmal jede:r in der Gruppe erste Ansätze für sich, nach dem Prinzip des Together Alone. Jede Idee erhält in diesem Schritt (nur) einen Titel und zur Erklärung ein Set von Stichpunkten. Das wird jeweils auf einem eigenen Post-it festgehalten. Dann stellt ihr diese Gedanken zunächst einmal im Team vor.

3. Beste Ideen ausarbeiten

Bisher ging es um Masse. Aus der Vielzahl der entwickelten Ideen sollen nun die besten „Pferde im Rennen“ in ganz konkrete Lösungen übersetzt werden. 

Dafür entscheidet sich jedes Team zunächst für die Top 3 bis 5 aus dieser Ideenrunde. Auch hier wird eine kurze Diskussion oder Abstimmung mit Punkten genutzt, je nachdem, wie schnell ihr euch einigen könnt. Dabei könnt ihr euch ruhig vom Bauchgefühl leiten lassen, in welchen der vielen Optionen das meiste Potential steckt.

Dann werden diese Top Ideen auf je einem Ideentemplate festgehalten. Unsere Vorlage ist ganz einfach, sie fragt nach eurem Ausgangspunkt (die „falsche Wahrheit“), der Zielgruppe („Wer denkt das?“) und der Lösung. Eine einfache Skizze zur jeder ausgearbeiteten Idee hilft zusätzlich.

4. Ergebnisse vorstellen

Im unletzten Schritt dieser Übung, werden die erarbeiteten Lösungen im Plenum vorgestellt. Jede Gruppe präsentiert ihre Lösungsvorschläge in wenigen Minuten pro Idee.

Tauscht euch untereinander über eure Lösungen aus, lernt voneinander oder entwickelt die Idee gar weiter.

Auch für diesen Schritt sollten ca. 15 Minuten eingeplant werden.

Zusammenfassung & Ausblick

Am Ende dieser Übung habt ihr viele konkrete Lösungsansätze entwickelt, konventionelle Denkmuster durchbrochen und neue Wahrheiten erschaffen.

„Die falsche Wahrheit“ zeigt sich als eine vielversprechende Methode, um innovative Denkansätze und Gamechanger-Ideen zu generieren. Mit dem Erkennen und Beseitigen von „False Truths“ und das kritische Denken, eröffnen sich euch neue Perspektiven und Chancen für disruptive Veränderungen in eurem jeweiligen Markt.

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