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Total Motivation (ToMo)

Total Motivation ist eine Methode, die die Motivation einer Person als Zusammenspiel aus sechs Faktoren beschreibt. Wie das funktioniert, erfährst du hier. 

Überblick

Ziel: Einzelnen Faktoren und deren Auswirkung auf Motivation analysieren

Für wen?

Um herauszufinden wie ein Team arbeitet, lohnt es sich einzelne Einflussfaktoren auf die Motivation jeder einzelnen Person zu analysieren.

Die Methode

Total Motivation (auch ToMo genannt) ist eine Methode, die Motivation als Zusammenspiel von sechs Faktoren beschreibt. Diese sind in zwei Arten unterteilt: Direkte Motive und indirekte Motive. Während direkte Motive die Motivation steigern, wird diese von indirekten Motiven gehemmt.

Direkte Motive

Direkte Motive steigern die Motivation. Das Ausmaß wie stark sie motivieren, ist jedoch unterschiedlich.

(+++) Play: Das Gefühl, dass die Arbeit an sich schon Sinn stiftet. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Tätigkeit und dem wahrgenommen Sinn der Arbeit. Dieser Faktor hat den größten positiven Einfluss auf Motivation.

(++) Purpose: Eine Person glaubt an das Ergebnis der Arbeit und findet deren Auswirkungen sinnstiftend. Hier ist also der „Sinn“ indirekt auf die Arbeit zurückzuführen.

(+) Potential: Es gibt einen indirekten Effekt der Arbeit, welcher motiviert (z.B. neue Fähigkeiten zu erlernen). Potential ist der schwächste motivierende Faktor.

Indirekte Motive

Indirekte Motive hemmen die Motivation. Jedes Motiv beeinflusst eine Person dabei unterschiedlich stark.

(-) Emotional Pressure: Das Gefühl von Schuld oder Scham, wenn eine Person nicht arbeiten würde. Dieses Gefühl kann zum Beispiel auch dadurch entstehen, dass man eine andere Person nicht enttäuschen möchte. Der negative Einfluss von „Emotional Pressure“ ist im Verglich zu den anderen zwei Faktoren am schwächsten.

(- -) Economic Pressure: Eine Person ist motiviert zu arbeiten, um eine Belohnung zu erhalten oder einer Strafe zu entgehen. Diese Belohnung kann auch bloß das Gehalt sein, welches man für seine Arbeit bekommt.

(- – -) Inertia: Das Gefühl gar nicht mehr zu wissen wieso man eigentlich arbeitet. Der Sinn der Arbeit ist endgültig verloren gegangen. Dieser Faktor hat den größten negativen Einfluss auf Motivation.

Anwendung von Total Motivation

Total Motivation kann im Unternehmen genutzt werden, um die Motivation der Mitarbeiter:innen regelmäßig zu messen und zielgerichtet Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen.

Die einfachste Erfassung der aktuellen Motivation erfolgt anhand eines kurzen Fragenkatalogs aus sechs Fragen. Die Mitarbeiter:innen verorten sich jeweils auf einer Skala von 1 „stimme überhaupt nicht zu“ bis 7 „stimme voll zu“ zu folgenden Aussagen: 

  1. Ich setze meine Arbeit in meinem jetzigen Job fort, weil die Arbeit selbst Spaß macht. (Play)
  2. Ich setze meine Arbeit in meinem jetzigen Job fort, weil ich glaube, dass diese Arbeit einen wichtigen Zweck erfüllt. (Purpose)
  3. Ich setze meine Arbeit in meinem jetzigen Job fort, weil diese Art von Arbeit mir helfen wird, meine persönlichen Ziele zu erreichen. (Potential)
  4. Ich setze meine Arbeit in meinem jetzigen Job fort, weil ich mich selbst oder Menschen, die mir wichtig sind, enttäuschen würde, wenn ich es nicht täte. (Emotional Pressure)
  5. Ich setze meine Arbeit in meinem jetzigen Job fort, weil ich ohne diesen Arbeitsplatz befürchten müsste, meine finanziellen Ziele nicht erreichen zu können. (Economic Pressure)
  6. Es gibt keinen guten Grund, warum ich in meinem derzeitigen Job arbeite. (Inertia)

Auf Basis der Ergebnisse wird der ToMo (Total Motivation Score) für jede:n Mitarbeiterin berechnet. Wobei die einzelnen Motive unterschiedlich Stark gewichtet werden. Die Gleichung sieht dann so aus:

(Play x 10) + (Purpose x 5) + (Potential x 1,66)
– (Emotional Pressure x 1,66) – (Economic Pressure x 5) – (Inertia x 10) = ToMo

Noch wichtiger ist im zweiten Schritt aber eine Cluster-Analyse über alle Mitarbeiter:innen hinweg. Welche direkten Motive werden schon gut erfüllt? Welche Indirekten Motive sind besonders stark? Bei der Bewertung können zudem Referenzwerte aus der eigenen oder auch vergleichbaren Branchen herangezogen werden.

Anhand der Auswertung können dann Maßnahmen definiert werden, um die Direkten Motive zu verstärken und die Indirekten Motive abzubauen. 

Wenn du tiefer in die Methode Einstegen möchtest, empfehlen wir dir das Buch von den Entwickler:innen dieser Methode Primed to Perform. Und natürlich unterstützen wir dich gern in der Anwendung. Sprich uns an!

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